Bitumen – schwarz, klebrig und was noch?

Wir sind bestens vernetzt – weltweit. Sowohl digital als auch analog. Denken wir an das Straßennetz. Straßen sind nach wie vor die wichtigsten Verkehrswege zur Beförderung von Personen und Gütern.

Kleine Zeitreise.
Als die Menschheit sesshaft wurde, fing sie an, Straßen anzulegen. Zum gleichen Zweck wie auch heute noch: rascher und bequemer Transport.

Straßen bestanden früher aus mehreren Schotterschichten, die einen stabilen Untergrund boten. Die losen Gesteinskörnungen enthielten aber noch keine Bindemittel.

Mit der Erfindung des Autos hat sich die Bauweise von Straßen nachhaltig verändert. Die motorisierten Fahrzeuge wirbelten die oberste Schotterschicht auf. Dadurch kam es zu schnellen Erosionen und einer starken Staubentwicklung. Anfangs hat man die Schotterschicht mit Teer vermischt, was aber in manchen Ländern inzwischen verboten ist.

Heute wird Asphalt mit Bitumen gebunden. Die zähflüssige schwarze Masse wird aus Erdöl gewonnen und ist aufgrund ihrer Klebekraft ein ideales Bindemittel. Gleichzeitig sorgt sie für die Wasserundurchlässigkeit der Straßenoberfläche.

Straßenbau ist zwar das Haupteinsatzgebiet von Bitumen, aber noch lange nicht das einzige. Es gibt unzählige Anwendungsmöglichkeiten und Einsatzbereiche. Bitumen bildet die Grundlage für Produkte, bei denen Festigkeit und Beständigkeit gefragt sind. Denn es ist wasserdicht, widerstandsfähig und eignet sich für den Einsatz bei jeder Witterung.

Bitumen ist ein hochviskoser Stoff, der nur unter hohen Temperaturen eine flüssige Konsistenz erreicht. Da können schon einmal Temperaturen von bis zu 280 °C nötig sein. Außerdem kommt Bitumen auch als Bitumen/Teer-Gemisch mit unterschiedlichen Eigenschaften vor. Weiches Bitumen enthält mehr Ölanteile als hartes Bitumen.

Der Transport von Bitumen stellt eine Herausforderung dar. Die Pumpen müssen absolut zuverlässig arbeiten. Das Medium darf nicht stocken, abkühlen und sich verfestigen. Bitumenpumpen müssen also in der Lage sein, das Medium heiß und damit flüssig zu halten. Und selbstverständlich müssen auch die Pumpe und die Dichtung für so hohe Temperaturen ausgelegt sein.

KRAL Schraubenspindelpumpen können innerhalb eines großen Bereichs an Drücken und Produktviskositäten arbeiten. Unsere Pumpen mit Magnetkupplung eignen sich speziell für diese Anwendung, da Standarddichtungen aufgrund der hohen Temperatur und der klebrigen Eigenschaft beschädigt werden können. Denn wenn die Dichtungsleckage aushärtet, muss diese nicht nur mühsam entfernt werden, sondern kann auch erhebliche Schäden verursachen.

Vor der Entscheidung, welche Dichtung verwendet wird, sollten die Kosten gegenübergestellt werden. Dann fällt die Wahl meist auf die Magnetkupplung. Die teureren Anschaffungskosten amortisieren sich schnell, denn sie ist wartungsarm und muss nicht regelmäßig getauscht werden.

Die Pumpen müssen beheizbar sein. Deshalb sind die stahlgeschweissten, doppelwandigen Gehäuse unsere Bitumenpumpen mit einem Heizmantel für hochviskose Medien ausgestattet. Zusätzlich wird ein hochwertiges Keramiklager verwendet.

 

18.08.2021

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