Welche Dichtung braucht Ihre Schraubenspindelpumpe?

Welche Dichtung braucht Ihre Schraubenspindelpumpe?

Pumpen brauchen Dichtungen, denn das geförderte Medium soll ohne nennenswerte Verluste am Bestimmungsort ankommen. So weit, so gut.

Aber welche Dichtungsart ist nun die richtige für Ihre Anwendung? Wir stellen Ihnen hier unsere
drei wichtigsten Dichtungen vor.

 

Die Gleitringdichtung, der Klassiker. 

Wenn Ihre zu fördernde Flüssigkeit frei von abrasiven Bestandteilen ist, empfehlen wir die Gleitringdichtung Standard aus Stahl / Kohle mit O-Ringen aus Fluorkautschuk (FKM). Sie verträgt Temperaturen bis +150 °C und Drücke bis 6 bar.

Ist die zu fördernde Flüssigkeit abrasiv oder hochviskos, ist die Gleitringdichtung Hartstoff die richtige Wahl. Sie ist aus dem Hartmetall Wolframcarbid (WC) gefertigt, die O-Ringe bestehen aus modifiziertem, hochbeständigem Fluorkautschuk (FEPM). Diese Gleitringdichtung kann mit Temperaturen bis +180 °C und Drücken bis 10 bar umgehen.

Gleitringdichtung benötigt Leckage.
Wenn die beiden Gleitflächen gegeneinandergedrückt werden, entsteht dazwischen ein Dichtspalt, der geschmiert werden muss. Die austretende Flüssigkeit bildet diesen erforderlichen Schmierfilm. Mehr zu diesem Thema finden Sie hier.

Die Radialwellendichtung, die Puristische.

Bei niederen Drücken bis 1,5 bar kann eine Radialwellendichtung ausreichend sein. Die zu fördernde Flüssigkeit muss auch bei dieser Dichtungsart frei von abrasiven Stoffen sein.

Wir unterscheiden im Wesentlichen zwischen der Standard- und der Hochtemperaturdichtung.
Die Standardlösung aus Acrylnitril-Butadien-Kautschuk (NBR) ist für Temperaturen bis +90 °C ideal. Wenn es heißer wird (bis +150 °C) kommt die Dichtung aus Stahl / Kohle und Fluorkautschuk (FKM) zum Einsatz.

 

Die Magnetkupplung, das Nonplusultra.

Die Pumpe mit Magnetkupplung wird eingebaut und vergessen. Ja, Sie haben richtig gelesen. Denn das Auswechseln von Gleitringdichtungen und regelmäßige Wartungen fallen weg. Die Magnetkupplung arbeitet absolut zuverlässig.

Für eine Magnetkupplung entscheidet man sich außerdem aus Sicherheitsgründen, wenn ein Risiko für Mensch und Umwelt entstehen könnte.

Gleichzeitig profitiert man von den vielen Vorzügen, die diese Dichtungsart außerdem hat. Bei der Magnetkupplung kann keine Flüssigkeit entweichen, sie bietet also absolute Sicherheit. Das Dichtelement ist der Spalttopf aus Edelstahl oder Titan, der eine Barriere bildet. Er sitzt wie ein Verschluss über der Pumpenwelle mit Innenrotor und dichtet die Pumpe hermetisch ab.

Gefährliche, giftige oder geruchsintensive Medien bleiben da, wo sie hingehören und gelangen nicht in die Umwelt. Der Maschinenraum bleibt sauber und die Brandgefahr wird reduziert.

Magnetkupplungen arbeiten verschleißfrei und sind deshalb wartungsarm. Dichtungswechsel gehören der Vergangenheit an, das spart Kosten und Zeit. Die Investition in eine Magnetkupplung amortisiert sich rasch.

Die Magnetkupplung ist temperaturbeständig und fördert Flüssigkeiten bis +300 °C.

 

Ist die richtige Dichtungsart nicht dabei?
Melden Sie sich bei uns – wir beraten Sie gerne.

 

06.07.2021

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