Schwefelarme Kraftstoffe.

Pumpen für schwefelarme Kraftstoffe in der Industrie.

Schwefelarme Kraftstoffe haben eine niedrige Viskosität, sind also weniger zähflüssig und weisen reduzierte Schmiereigenschaften auf. Schraubenspindelpumpen benötigen jedoch eine gewisse Schmierfähigkeit zur Reduzierung von Reibung, besonders bei hohen Drücken. Bei zu geringer Schmierung droht ein Ausfall der Kraftstoffpumpen und es kommt zu Reparaturkosten und Ausfallzeiten.

Was ist Mischreibung?
Technisch gesehen können Situationen auftreten, in denen es statt Flüssigkeitsreibung (Metall reibt gegen Flüssigkeit) zur Festkörperreibung kommt (Metall reibt an Metall). Üblicherweise verläuft dieser Übergang sanft und es stellt sich ein Zwischenzustand ein. Der Techniker spricht dann von Mischreibung.

Abrasiver und adhäsiver Verschleiß.
Die Mischreibungszustände innerhalb des Systems zwischen Spindel und Fördermedium sowie umschließendem Pumpengehäuse führen nach kurzer Zeit zu vorwiegend abrasivem und im schlechtesten Fall zu adhäsivem Verschleiß. Dies äußert sich vorwiegend in den Verschleißformen Kratzer, Riefen und Fressen sowie in der Ausbildung von Kuppen bis hin zum Materialübertrag.

Wenn der adhäsive Verschleiß ein gewisses Ausmaß erreicht hat, kann der Pumpenantrieb die Spindel nicht mehr gegen die Laufflächen des Pumpengehäuses bewegen. Die Pumpe blockiert.

Abrasiver Verschleiß hingegen führt zu Materialabtrag vorwiegend in den Spindelbohrungen. Dadurch erhöht sich die innere Rückströmung und die Pumpe kann den geforderten Systemdruck nicht mehr halten. Die Pumpe läuft, aber die Fördermenge bricht ein.

Oberflächenhärte erhöhen.
Um dies zu verhindern, muss die Oberflächenhärte der Pumpenkomponenten erhöht werden. Bestimmte Härteverfahren können aufgrund der hohen Prozesstemperaturen zu Verzug an den Bauteilen führen, was nicht mehr zu korrigieren ist und die Bauteile unbrauchbar macht.

Auf die metallischen Spindeln, die in den Pumpen von KRAL zum Einsatz kommen, wird eine bindende Schicht aufgetragen. Durch diesen Überzug erhalten die Spindeln eine stark gehärtete Oberfläche mit wesentlich geringerer Reibung.

 

Der Reibkoeffizient der so beschichteten Spindeln wird um den Faktor 10 reduziert. Gleichzeitig erreicht die Spindeloberfläche einen sehr hohen Härtegrad. Mit diesen Werten sind Schraubenspindelpumpen für die Herausforderung der Förderung schwefelarmer Kraftstoffe gut gerüstet.

13.03.2020

Back