Vom Lehrling zur CNC-Ausbildnerin.

Eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit vielen kreativen Herausforderungen.

Als Nina Vetter 2012 mit der Mittelschule fertig ist, möchte sie einen Metallberuf erlernen. Sie entscheidet sich für eine 4-jährige Lehre als Maschinenbautechnikerin mit dem Zusatzmodul Konstruktionstechnik bei der KRAL GmbH.

Während der Lehre findet sich Nina im Unternehmen schnell zurecht und arbeitet nach ihrem Abschluss weiter in der Produktion. Dass sie ein Mädchen ist, ist dabei weder für sie noch für ihre männlichen Kollegen in der Produktion ein Thema. Nina arbeitet im Schichtbetrieb im Bereich Drehen und Fräsen als CNC-Fachkraft. An einer Fräs-Maschine mit 4 Achsen stellt sie Pumpengehäuse her, unter anderem für große Fracht- und Kreuzfahrtschiffe.

 

„Bei dieser Ausbildung hatte ich alles in einem. Konstruktionsbüro und Fertigen in der Produktion."

 

 

Mehr Hintergrundwissen garantiert noch gezieltere Verbesserungen.

Um im Arbeitsalltag die vielen Prozesse noch gezielter verbessern zu können, wünscht sich Nina mehr Hintergrundwissen. Als von der Wirtschaftskammer eines Tages ein Brief mit Weiterbildungsangeboten kommt, ist sie sofort an der berufsbegleitenden zweijährigen Ausbildung zum Werkmeister für Maschinenbau und Betriebstechnik am Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) in Dornbirn interessiert. KRAL unterstützt diesen Wunsch zu 100 %, denn für das Unternehmen ist die kontinuierliche berufsbegleitende Weiterbildung und Karriere seiner Mitarbeiter wichtig.  Nina besucht die zeitintensive Meisterschule in Absprache mit ihrem Teamleiter neben ihrem Vollzeitjob und schließt im Juni 2021 mit Bravour ab.

 

 

Wissen vermehrt sich, wenn man es teilt.

Da Nina ihre Werkmeisterprüfung mit Auszeichnung bestanden hat, wurde sie vom Bundesministerium angeheuert, neben ihrer Tätigkeit bei KRAL an einem Tag in der Woche an einer höheren technischen Lehranstalt in Bregenz im Werkstattunterricht das Fach CNC-Fräsen zu unterrichten.

 

„I kann’s“ – mit cleveren Techniktagen mehr Frauen in die Technik bringen.

Wenn Nina heute auf ihren bisherigen beruflichen Entwicklungsweg zurückschaut, dann stellt sie mit einigem Stolz fest: “Dass ich so schnell so weit komme, hätte ich am Anfang nicht gedacht.“ Sie möchte, dass auch andere junge Mädchen mit Selbstbewusstsein einen technischen Beruf ergreifen. Um das zu erreichen, engagiert sich Nina unter anderem im Projekt „I kann’s“ des Mädchenzentrums Amazone, an dem KRAL und andere Unternehmen aus der Region beteiligt sind.

 

Steckbrief.

Nina Vetter (24), CNC-Fachkraft  
Lehre: Maschinenbautechnik mit Zusatzmodul Konstruktionstechnik.
Heutige Tätigkeit: CNC-Fachkraft im Bereich Drehen/Fräsen.
Nebenberuf als Vertragslehrerin für das Bundesministerium an einer höheren technischen Lehranstalt im Fach CNC-Fräsen im Werkstattunterricht.  
Berufsbegleitende Meisterschule: Maschinenbau und Betriebstechnik.
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