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»Liter pro Schleppauftrag«.

Das Hauptziel der Messungen bei TSM ist die Reduktion des Kraftstoffverbrauchs pro Schiffsauftrag (Liter/Auftrag), um im Wettbewerb günstig anbieten zu können. Die TSM-Hauptstelle in Rouen bekommt aus den Betriebstätten in Rouen und Bordeaux die nötigen Zahlen, um Rechnungen schreiben und Statistiken führen zu können. An Bord sieht die Crew auf einem modernen Display alle Messwerte in Echtzeit. Die für die Analysen verwendeten Verbrauchswerte basieren auf den Daten der Buchhaltung in Rouen und dürfen als sehr genau vorausgesetzt werden, denn Kunden können für einen in Rechnung gestellten Schiffsauftrag Details einfordern. Damit die Analyse der verbrauchten »Liter pro Schleppauftrag« nicht durch einzelne Schiffsaufträge geschönt oder verschlechtert wird, mittelt TSM den Kraftstoffverbrauch und die Anzahl der Schiffsaufträge über ein Jahr.

Vor der Ausrüstung mit dem Kraftstoffverbrauchsmesssystem stieg die Kraftstoffrechnung jedes Jahr. In Rouen im Jahr 2008 um 22%, 2009 um 13%, 2010 um 25% und 2011 um weitere 10%. Nach 2011 fand der bis dahin ungebrochene Trend nach oben jedoch ein Ende. 2012 hatte Rouen mit minus 7% einen signifikanten Rückgang vorzuweisen, Bordeaux schaffte ein Jahr später sogar einen Reduzierung des Gesamtverbrauchs um 28,5%.

Loic Thomas betont gleichwohl, dass die Einsparungen nicht allein dem Kraftstoffverbrauchsmesssystem zugeschrieben werden können. »Der Schiffsbetrieb ändert sich jeden Tag durch Wetter, Strömung oder andere Faktoren. Aber die Messtechnologie hilft unseren Kapitänen jeden Tag, die richtigen Entscheidungen zu treffen«, erklärt Loic Thomas. Die Crew könne den Verbrauch jederzeit kontrollieren und zum Beispiel die Geschwindigkeit verringern oder die Abfolge der Schiffsaufträge ändern, um die Kosten zu drosseln. »Die Einsparung 2013 hat meine Erwartung weit übertroffen.«

Return on Investment schon nach sechs Monaten.

Abhängig von der installierten Motorenleistung, der Anzahl der Motoren und des Layouts des Kraftstoffsystems unterscheidet sich das Kraftstoffverbrauchsmesssystem von Schiff zu Schiff. Trotz der System- und Preisunterschiede bestätigt KRAL ein zeitnahes Return-on-Investment. Die Gesamtzahl der Aufträge in Rouen und Bordeaux werden an dieser Stelle aus Wettbewerbsgründen ebenso wenig wie der Kraftstoffverbrauch je Auftrag publiziert. Jedoch ist bei Thomas während des Projekts über drei Jahre der Entschluss gereift, auch seine anderen Schlepper mit dem Kraftstoffverbrauchsmesssystem nachzurüsten. Jeder Hochleistungsschlepper hat zwei Motoren. Für diese Schiffstypen liegt die Investitionssumme für die Verbrauchsmessung bei ca. 11.000 €. Die Installation von jeweils zwei Kraftstoffleitungen zu den beiden Motoren sowie von nur einem Kabel für alle Motoren zum Steuerhaus berechnet das Unternehmen, dass die Schiffe technisch betreut, mit rund 5.000 €. Die Inbetriebnahme, Übergabe und Schulung durch KRAL schlägt mit weiteren 2.000 € zu Buche.

»Angesichts der Kraftstoffersparnis hat sich das Kraftstoffverbrauchsmesssystem, je nach Schiffstyp und Einsatzgebiet, bereits nach sechs bis 18 Monaten amortisiert«, versichert Loic Thomas.

Das war Teil 3 unserer Serie über die Messung des Kraftstoffverbrauchs.
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Weitere Informationen über die KRAL Kraftstoff-Verbrauchsmessung erhalten Sie hier >>

KRAL Erfolgsgeschichten Kraftstoff-Verbrauchsmessung Eco-Pilot Binnenschifffahrt

  

Binnenschifffahrt 8 2014

  

Binnenschifffahrt 6 2014

  

Binnenschifffahrt 10 2013

  

Binnenschifffahrt 8 2013

  

 

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